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NewsStadtgalerie Andernach - Durchatmen leicht gemachtWohltemperiertes Frischluftshopping dank neuartiger RegelungstechnikStundenlanges Stehen bei drückender Hitze und Trockenheit sind wahrlich kein Vergnügen. Gerade Mitarbeiter in Einkaufszentren können davon speziell in den Sommermonaten ein Lied singen. Gegen Wüstenklima im Einkaufsparadies setzt die Stadtgalerie Andernach auf neueste Technik: Groß angelegte Sensorik und ein revolu-tionärer Regelungsalgorithmus stellen optimale Temperatur- und Luftverhältnisse her. Seit Eröffnung der Stadtgalerie Andernach im März 2009 sorgt das Bauersystem in den Shop- und Büroflächen des Centers für frische Luft. Umgesetzt wurde die Maßnahme mit Regelungskomponenten von PRIVA. Die Technik ermöglicht eine gleichmäßige, zugfreie Verteilung der Luft innerhalb des Gebäudes. Die DDC-Hardware regelt die Anlage anhand von Messwerten für Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur sowie Luftqualität. Ein neues Kapitel im energiesparenden Centerbau Die Stadtgalerie ist das erste deutsche Shoppingcenter, das mit dem Bauersystem ausge-stattet ist. Geplant wurde die Anlage durch das Ingenieurbüro BDK Plan Ingenieurgesellschaft für Haustechnik mbH aus Düsseldorf. Gemäß den Vorgaben der seit 2007 geltenden Energieeinsparverordnung für Büro-, Wohn- und Betriebsgebäude, punktete die Lösung beim Generalunternehmer Heine Bau GmbH bereits in der Planungsphase des Projektes im November 2006 mit ihren zu erwartenden Energie- und Kosteneinsparungen von 30 bis 50 Prozent, die größtenteils durch die geringere Menge eingeblasener Luft sowie die bedarfsge-rechtere Betriebsweise zustande kommen. Die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR-Technik) sowie die zentrale Gebäudeleittechnik werden komplett von PRIVA gestellt. Der Umsetzung des Algorithmus der Bauer Optimierungstechnik GmbH & Co. KG in die ein-satzfertige Lösung ging dabei eine intensive Entwicklungs- und Planungsarbeit voraus. Die Besonderheit lag vor allen Dingen in der gesteigerten Rechenleistung, die das System im Vergleich zu anderen Systemen benötigt. Das Ablaufen des Algorithmus wird heute durch die hohe Prozessorleistung der PRIVA-Regler ermöglicht. Auch die Konfiguration des Systems kann zentral über das PRIVA-System vorgenommen werden. Herausfordernde Umsetzung, überzeugendes Ergebnis Die Umsetzung der Technik in diesem bislang einzigartigen Projekt wurde von der Firma OTTO Luft- und Klimatechnik GmbH & Co. KG übernommen. Von Anfang an stellte diese Technik eine Herausforderung für die im Centerbau erfahrene Gesellschaft dar. Verstärkung erhielt man durch die Energie-Team-Megunorm GmbH & Co. KG (ETM) aus Ibbenbüren. Die Regelung der Anlage wird über die exakte Messung und Verarbeitung sensorischer Werte ermöglicht, welche die Anlage bedarfsgerecht einstellen und somit überflüssigen Energie-verbrauch verhindern. Für das Erreichen genauer Messwerte und die zeitoptimierte Verarbei-tung derselben unter Berücksichtigung einer erheblichen Vernetzung ist im Vergleich zu an-deren Systemen ein Mehraufwand an Hardware und Sensorik nötig, der sich jedoch binnen kürzester Zeit nach Inbetriebnahme durch deutliche Energie- und Kosteneinsparungen bezahlt macht. Im Fall der Stadtgalerie mussten neben 200 Sensoren 15 Controller in fünf Schaltschränken installiert werden, die als Informationsschwerpunkte für alle 31 Regelzonen des Gebäudes dienen. Die Installation der zahlreichen Feldgeräte und die Einregulierung der vielen verschiedenen Regelzonen bedeutete für die ausführende Gesellschaft mehr Aufwand als sonst im Centerbau üblich. Der Einsatz hat sich jedoch gelohnt. Jochen Lorenz, Be-reichsleiter Facility Engineering bei OTTO, ist von der Wirksamkeit der Lösung überzeugt: „Der erhöhte sensorische Aufwand und die bauerspezifische Verknüpfungstiefe verschie-denster Parameter in der Software führen zu einer erheblich kostengünstigeren, bedarfsge-rechteren Betriebsweise der Anlagen. Der Piloteinsatz dieser Technik ist schon jetzt ein Er-folg.“ Bewährungsprobe bestanden Auch wenn momentan noch keine genauen Zahlen vorliegen, sprechen die Ergebnisse aus der Praxis bereits ein halbes Jahr nach der Eröffnung der Stadtgalerie für sich. Selbst bei sommerlichen Spitzenwerten von 36 Grad Celsius Außentemperatur wurden in den Center-flächen die geplanten Raumtemperaturen von 26 Grad Celsius nicht überschritten. Dabei sind die Anlagen bislang noch nicht einmal unter Vollast gelaufen. Die bisherigen Erfahrungen ma-chen allen Beteiligten Hoffnung für zukünftige Projekte und die dort zu erwartenden Energieeinsparungen. Auch das Feedback der Ladenbesitzer, die in der Stadtgalerie Ver-kaufsflächen gemietet haben, spricht eine eindeutige Sprache. Die Temperaturen innerhalb des Centers werden durchweg als sehr angenehm beschrieben. Die sonst oft bekannte, sommerliche „Flucht nach draußen“ durch zu hohe Temperaturen und schlechte Luftqualität, einhergehend mit nicht unerheblichen Umsatzeinbußen, wird hier umgekehrt. Kunden strö-men aufgrund der angenehmen klimatischen Bedingungen in das Center. Ohne Zweifel ein wünschenswerter Zustand für jeden Centerbetreiber. Die allgemeine Zufriedenheit der Nutzer lässt sich am einfachsten durch ein Zitat eines Shopbetreibers auf den Punkt bringen: „Die Luft im Center schmeckt einfach gut.“ |
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