In dem Verwaltungsgebäude Landhaus Innsbruck setzt das Land
Tirol auf die Gebäudeleittechnik der R & S Group und die
Regelsysteme von Priva.
Moderne Bürogebäude sollten Orte sein, an denen sich die
Mitarbeiter gerne aufhalten, um in einer angenehmen Atmosphäre ihre
Kreativität und ihr Leistungspotenzial voll ausschöpfen zu können.
Für die Herstellung einer solchen Arbeitsatmosphäre spielen das
richtige Klima und der Einsatz zeitgemäßer Technologien, durch die
die Umwelt nicht belastet wird, eine zentrale Rolle. Denn der
Mensch muss sich an seinem Arbeitsplatz nicht nur wohl fühlen,
immer wichtiger wird vielen Menschen, etwas für ihre Umwelt zu tun.
In den Verwaltungsgebäuden des Landes Tirol, dem Neuen Landhaus
Innsbruck und dem 2005 eröffneten Landhaus 2, profitieren die
Mitarbeiter von einer offenen und hellen Architektur sowie
optimalen klimatischen Bedingungen durch den Einsatz modernster
Gebäudeleittechnik und Gebäudeautomation.
Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung wählte das Land
Tirol unter mehreren Bewerbern das Angebot der R & S Group für
die Regeltechnik der beiden Verwaltungsgebäude aus. "Unser System
musste hocheffizient und dabei nachhaltig und kosteneffektiv sein",
so Gerhard Scharl, Leiter Regeltechnik bei der R & S Group.
"Neben dem Preis, konnten wir mit einem an die Gebäudeanforderungen
optimal angepassten, aber einfach zu bedienenden System und einem
zuverlässigen Kundendienstmanagement überzeugen."
Als Partnerunternehmen setzt die R & S Group bei ihren
Lösungen auf die Gebäude- und Prozessverwaltungssysteme der Firma
Priva Building Intelligence. Scharl dazu: "Jedes Gebäude stellt
andere Anforderungen an die Gebäudetechnik, wir verwenden in
unseren Anlagen die bewährten und kostengünstigen Standardprodukte
von Priva und liefern damit optimal an die jeweiligen Gebäude
angepasste Systeme." In Bezug auf das Landhaus 2 erläutert Scharl:
"Unsere Lösung für die Gebäudeleittechnik und Gebäudeautomation
umfasst die gesamte Klimakontrolle, besonders auch in den
Serverräumen, und bei der Beleuchtung. Jeder Raum ist einzeln
regelbar, dabei wird der optimale Anlagenbetrieb über eine
rechnergesteuerte Oberfläche gewährleistet, über die auch die
Störungsüberwachung erfolgt." Die Einzelraumregler, die Controller
und besonders das Betriebssystem für die Gebäudesoftware stammen
von Priva. "Unsere Software für die Regelung und Steuerung des
Gebäudes baut auf dem System von Priva auf - Modifikationen sind
dafür nicht nötig", sagt Scharl. "Durch die Kombination des
Betriebssystems von Priva mit der Funktionalität unserer Software
steht eine in ihrem Anwendungsbereich komplexe und einfach zu
bedienende Lösung zur Verfügung", meint Scharl. "Das System ist von
jedem beliebigen PC aus steuerbar, wobei es einen zentralen
Computer gibt, an dem größere Eingriffe vorgenommen werden können.
Für die Mitarbeiter ist eine Schulung von ein bis zwei Tagen
ausreichend. Im Notfall kann man immer auf unseren Kundendienst
zurückgreifen."
Nachhaltigkeit durch natürliche Energiequellen und
einfache Technologien
Das Thema Nachhaltigkeit, also Energieeinsparung und die
Verwendung von erneuerbaren Energiequellen, standen bei der
Konzeption im Vordergrund. Fernwärme und Gas-Brennwerttechnik
dienen der Beheizung des Gebäudes. Durch Kühl-Heizdeckensysteme,
Fußbodenheizungen und Betonkernaktivierung in Verbindung mit
Lüftungsanlagen wird die Energie effizient und wirtschaftlich
genutzt. Helle Atrien bringen nicht nur Licht in das Gebäude,
sondern unterstützen ein natürliches Raumklima, indem sie im Winter
für Wärme und im Sommer für Kühlung sorgen. "Im Landhaus 2 befindet
sich das gesamte Rechenzentrum des Landes Tirol", sagt Scharl, "für
die Temperierung der Serverräume nutzen wir keine energieintensiven
Kältemaschinen, sondern entnehmen dem Grundwasser über einen
Brunnen mithilfe von Wärmetauschern die nötige Kühlenergie, über
einen anderen Brunnen führen wir das warme Wasser wieder ab." Laut
Scharl wird damit eine 400fache Stromersparnis gegenüber
herkömmlichen Lösungen erreicht.
Dieses Projekt demonstriert, dass Nachhaltigkeit nicht teurer
sein muss als konventionelle Energienutzung. Die Nutzung einfacher
Technologien, wie etwa Fernwärme oder Brunnenkühlung, ist weniger
anfällig und spart dadurch Wartungs- und Instandhaltungskosten
sowie teure Betriebsmittel gegenüber komplexen und
energieintensiven Systemen, wie etwa Kältemaschinen. In den
Lüftungsanlagen arbeiten doppelt angeordnete
Kreuzstromwärmetauscher, die sich ebenfalls durch
Wartungsfreundlichkeit auszeichnen, aber auch über einen sehr hohen
Wirkungsgrad verfügen. Insgesamt wurde Wert auf einen niedrigen
Energieverbrauch gelegt, was durch das Zusammenspiel von
Gebäudetechnik und Architektur in besonderer Weise unterstützt
wird: Alle Büro- und Seminarräume sind um die großen und hellen
Atrien angeordnet, sodass neben der Luftqualität auch das
persönliche Wohlbefinden der Mitarbeiter gesteigert wird.
Im Fokus steht der Mensch
Im Zentrum dieser ganzheitlichen und nachhaltigen Lösung
stehen die Bedürfnisse des einzelnen Menschen. Die Temperatur lässt
sich in den Büros aufgrund der Einzelraumlösung nicht nur
individuell anpassen, sondern Fußbodenheizungen und Heiz-Kühldecken
sorgen außerdem für ausgeglichene Temperaturverhältnisse und
Zugfreiheit. Das gilt auch für größere Räume und Gänge, wo das
Klima durch Lüftungsanlagen erzeugt wird. Scharl sagt: "Die
Resonanz der Nutzer ist absolut positiv." Dabei ist das System in
Hinblick auf seine Funktionalität vollständig flexibel: Im Landhaus
2 wurde bereits beim Bau darauf geachtet, dass eine Änderung der
Raumaufteilung jederzeit möglich ist. Softwareseitig wird dies
durch die Priva-Einzelraumregelung unterstützt, wodurch
beispielsweise aus zwei oder mehr Büros ein Raum gestaltet und
klimatisiert werden kann. Dabei ist eine offene Kommunikation über
genormte Schnittstellen zu den diversen Fremdsystemen vor Ort
gewährleistet, wie etwa der Brandmeldeanlage, dem
Zutrittskontrollsystem oder der Serverraumanlage mit dem
Argonlöschsystem. Alle diese speziellen Systeme sind an die
Gebäudeleittechnik angeschlossen, so dass technisch gesehen eine
einheitliche Lösung entstanden ist. "Die Nutzer sind begeistert von
der übersichtlichen, klaren und einfachen Bedienung", sagt Scharl.
"Unser System sorgt für einen effizienten Energieeinsatz, dort wo
sie gebraucht wird", fügt er hinzu. Für die beteiligten Firmen und
das Land Tirol ist es ein Vorzeigeprojekt, bei dem moderne
Architektur, hohe Funktionalität, geringe Kosten, nachhaltige
Technologien und das Wohlbefinden der Mitarbeiter miteinander
vereint wurden.
Autor:
Gerhard Jens Lüdeker,IT-Journalist bei WORDFINDER PR in
Hamburg
Pressekontakt:
Silvia Leitel, WORDFINDER LTD. & CO. KG
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