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  • Mit Sicherheit das richtige Klima

Kaarst - Holzbüttgen  Dienstag, 14. Februar 201212:00

Gebäudeautomatisierung von PRIVA Building Intelligence GmbH steuert Klima in Kieler Krankenhaus

Im Sommer wird die Wohnung zu heiß, im Winter funktioniert die Heizung nicht richtig - was im privaten Haushalt oder in Unternehmen nur ärgerlich ist, kann in Krankenhäusern gefährliche Folgen haben. Während medizinischen Höchstleistungen gefeiert werden und ein reges Medieninteresse nach sich ziehen, ist die Technik, die im Hintergrund ebenso perfekt läuft und für selbstverständlich gehalten wird, weit seltener im Blickpunkt der Öffentlichkeit - es sei denn, sie fällt aus.



 

Damit dieses Risiko so gering wie möglich gehalten wird, gibt es in Krankenhäusern ausgeklügelte Gebäudemanagementsysteme, die für das optimale Raumklima auch in so sensiblen Räumen wie Operationssälen oder Labors sorgen. Gesteuert werden diese Systeme mithilfe hochmoderner IT. Auch das Städtische Krankenhaus Kiel verfügte seit langem über eine solche Anlage, "die auch gut funktionierte - bis wir einen Laptop ans System anschließen wollten. Den brauchten wir, da die vorhandenen kleinen Displays an den Installationen nicht alles erfassten und wir nicht sämtliche Parameter im Kopf haben können", sagt Horst-Dieter Demske, verantwortlicher Mitarbeiter der Haustechnik. Da der alte Hersteller hier keine Lösung anbieten konnte, entschied man sich in Kiel nach einem kurzen Auswahlverfahren für die Systeme der PRIVA Building Intelligence GmbH.

Sichere Klimasteuerung von jedem Standort aus

Die ersten Tests mit der neuen Technik liefen zunächst in einem Bürogebäude: Hier wurden zwei Heizkreise umgebaut und Wasserzähler in das PRIVA-System implementiert. "Das sind alles Messeinheiten, die leicht getestet werden können. Falls hier etwas schief geht, ist das nicht so schlimm wie auf einer Station." Alle Tests liefen jedoch reibungslos. PRIVA kann mit allen gängigen Feldgeräten arbeiten, so dass die Techniker beim Umbau ein leichtes Spiel hatten: Keiner der vorhandenen Temperaturfühler und Regelventile musste ausgetauscht werden. Inzwischen wurde die alte Regeltechnik in vielen weiteren Technikzentralen mit neuen Regelelementen aufgewertet. "Das ist praktisch und wesentlich billiger, da nur Teile eines Regelkreises ersetzt werden müssen, um ihn steuern zu können", sagt Demske. Später sollen noch weitere Regelkreise durch ein neues System ersetzt werden. Das wird nach und nach im laufenden Betrieb geschehen. Probleme mit den verschiedenen Anbietern der vorhandenen Regeltechnik sieht Demske dabei nicht. Ob es 230V Ventile mit 3-Punkt-Steuerung sind oder sie auf 24V laufen - die neue Regeltechnik kam in jedem der anderen schon modernisierten Häuser mit der vorgefundenen Technik zurecht.

Mit dem Bau drei neuer OPs, bekamen auch diese gleich ein Gebäudeleitsystem mit abgesetzten Bedienplatz und Protokolldrucker. An den Protokollen lässt sich die gesamte Historie der Anlagen verfolgen. Weitere Anforderungen an das neue System sind schnell beschrieben: Die Techniker brauchen ein System, mit dem schnell und unkompliziert eingegriffen werden kann, um beispielsweise Pumpen ein- und auszuschalten und auf Störungen schnell reagieren zu können. Außerdem muss es übersichtlich zeigen, was wo defekt ist - egal wo ein Techniker sich gerade befindet.

Komplexe IT für ein zuverlässiges Klima

Die Steuerung der Temperatur und Feuchte, Pumpen, Ventile und Klappen in den mittlerweile 14 technischen Unterstationen regelt ein PRIVA Compri HX 8 E. Dieser frei programmierbare Regelcomputer besitzt zur Verwaltung verschiedenster regeltechnischer Anlagen eine Vielzahl von Schnittstellen. Im Kieler Krankenhaus hat man sich zur Vernetzung der zahlreichen DDC-Unterstationen (Direct Digital Control) für die Ethernet-Schnittstelle entschieden. Dadurch kann auch das vorhandene Netzwerk verwendet werden. Mit seinem PC kann Horst-Dieter Demske über TCP/IP das System von überall im Krankenhaus-Netzwerk unmittelbar ansprechen. Ist er unterwegs oder gibt es Störungen über Nacht, wird er per SMS benachrichtigt. Über Modem kann er sich schon von zu Hause aus ins System einloggen, um sich einen Überblick über den Zustand seiner Anlagen zu verschaffen.

Die Bedienung erklärt Demske für so einfach, dass er und seine Mitarbeiter kaum eine Einweisung brauchten. Es sei ihm einmal gezeigt worden, wie die Module auf dem Bildschirm aussehen und wie man sich einwählt. "Der Rest erklärt sich von selbst". Wenn er dennoch in die Tiefe gehen möchte, liest er in den ausführlichen Dokumentationen nach. Der Vorteil ist, dass er so keine teuren Regeltechniker bestellen muss, sollten kleine Änderungen von Nöten sein. Ein Übungskoffer, voll ausgestattet mit einer HX 8, bietet Demske vor Inbetriebnahme dieser Änderungen alle Möglichkeiten der Simulation. Ganz leise gibt er auch zu, ihn schon zweckentfremdet zu haben: "Über Weihnachten waren uns dampfbeheizte Wärmeaustauscher ausgefallen. Wir überbrückten sie mit dem Koffer und konnten in aller Ruhe einen neuen Regelschrank aufbauen und die Anlage ändern".

Autor:                                                                    
Charlotte Reuscher, IT-Journalistin bei WORTFINDER PR in Hamburg

Weitere Informationen unter:
www.privaweb.de

 

 


Aktuelle Presseberichte

  1. Regelungstechnik für moderne Referenzanlage / 17 Apr
  2. Wechsel der Geschäftsführung bei der PRIVA Building Intelligence GmbH / 5 Mrz
  3. Energienutzung visualisieren mit dem EnergyMirror / 14 Feb

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