Öffentliche Gebäude

Bei öffentlichen Immobilien gelten oft besondere Nutzungsanforderungen. Typische Beispiele sind Behördengebäude, Museen, Archive und andere Einrichtungen der öffentlichen Hand. Bei vielen dieser Gebäude spielen - aufgrund ihrer öffentlichen Funktionen - nicht nur Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, sondern es müssen sehr unterschiedliche Nutzungsarten unterstützt werden.

  • Rijkswaterstaat Delft

    Copyright: Rijkswaterstaat, Joop van Houdt
    Copyright: Rijkswaterstaat, Joop van Houdt

    Modernisierung im laufenden Behördenbetrieb der Rijkswaterstaat

    Die niederländische Behörde Rijkswaterstaat (RWS) oder auch ,Bureau voor den Waterstaat' gehört zum Ministerium für Infrastruktur und Umwelt. Zu den Aufgaben zählen der Bau und Unterhalt von Wasserwegen und Strassen. Aber auch große Eisenbahnprojekte wie die Betuwe-Linie oder die Hochgeschwindigkeitsstrecke HSL Zuid fallen in die Zuständigkeit der Rijkswaterstaat. Die Behörde ist mit lokalen Büros in den gesamten Niederlanden vertreten.

    Zu dem Zeitpunkt, als die Steuereinheit des Rijkswaterstaat Bürogebäudes in Delft ausgetauscht werden musste wurde der niederländische Priva Partner Van Dorp Installaties aus Rotterdam beauftragt. Im Zuge der Modernisierungsarbeiten tauschte Van Dorp, in Absprache mit der zuständigen öffentlichen Stelle, die bestehende Gebäudeautomation komplett gegen eine Neue aus.

    Van Dorp entschied sich für das neue Priva Blue ID System, weil sich dieses bereits in anderen Anwendungen als flexibel und zuverlässig erwiesen hatte. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Entscheidung war das Wissen um den sehr guten technischen Support von Priva, und dessen schneller Handlungsfähigkeit im Falle von Anpassungen an neue Kundenbedürfnisse.

    Die Hardwarekomponenten wurden im laufenden Betrieb ausgetauscht. Die Angestellten blieben in Ihrem Gebäude und erledigten Ihre Aufgaben im Tagesgeschäft. Dies war eine der Anforderung der Rijkswaterstaat die erwartete, dass Arbeitsabläufe während der Modernisierungsarbeiten nicht gestört werden.

    Das Kühlsystem des Gebäudes wird neben dem Komfortbetrieb auch für die Kühlung der Serverräume genutzt. Alle Punkte zusammengenommen, kann man bei diesem Projekt von einer ordentlichen Herausforderung sprechen.

    Die Neuinstallation mit Priva Komponenten durfte auch nicht zu einer Unterbrechung des laufenden Betriebes der alten Anlage führen, diese sollte während des gesamten Austausches ihren Betrieb aufrechterhalten. Nach Abschluss der Neuinstallation wurde das komplette System in einem Gang umgeschaltet.

    Aber es war nicht nur die zentrale Installation die ersetzt wurde. Mehr als tausend Raumbedieneinheiten - zur Steuerung von Temperatur, Licht, etc. in den Büros - wurden ersetzt. Verwendung fanden hierfür die Priva Comforte CX Controller, welche einschließlich neuer Verkabelung und Raumbediengeräte verbaut wurden.

    Aufgrund der Komplexität der Situation mussten alle Aspekte sorgfältig geplant und abgebildet werden. Van Dorp und die zuständige öffentliche Stelle der Regierung entwarfen einen engen Zeitplan der nicht nur zeigte wo und wann die Hardwarekomponenten zu ersetzen sind, sondern auch die Zeit, welche je Gebäudesektion benötigt würde.

    Dank dieses Zeitplans und viel Kommunikation konnten alle Termine eingehalten und das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.

  • Verwaltungsgebäude Landhaus Innsbruck

    Copyright: Verwaltungsgebäude Landhaus Innsbruck
    Copyright: Verwaltungsgebäude Landhaus Innsbruck

    Nachhaltige Gebäudetechnik

    Moderne Bürogebäude sollten Orte sein, an denen sich die Mitarbeiter gerne aufhalten, um in einer angenehmen Atmosphäre ihre Kreativität und ihr Leistungspotenzial voll ausschöpfen zu können. Für die Herstellung einer solchen Arbeitsatmosphäre spielen das richtige Klima und der Einsatz zeitgemäßer Technologien, durch die die Umwelt nicht belastet wird, eine zentrale Rolle. Denn der Mensch muss sich an seinem Arbeitsplatz nicht nur wohl fühlen, immer wichtiger wird vielen Menschen, etwas für ihre Umwelt zu tun. In den Verwaltungsgebäuden des Landes Tirol, dem Neuen Landhaus Innsbruck und dem 2005 eröffneten Landhaus 2, profitieren die Mitarbeiter von einer offenen und hellen Architektur sowie optimalen klimatischen Bedingungen durch den Einsatz modernster Gebäudeleittechnik und Gebäudeautomation.

    Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung wählte das Land Tirol unter mehreren Bewerbern das Angebot der R + S Group für die Regeltechnik der beiden Verwaltungsgebäude aus. "Unser System musste hocheffizient und dabei nachhaltig und kosteneffektiv sein", so Gerhard Scharl, Geschäftsführer bei der R + S Group. "Neben dem Preis, konnten wir mit einem an die Gebäudeanforderungen optimal angepassten, aber einfach zu bedienenden System und einem zuverlässigen Kundendienstmanagement überzeugen."

    Download

  • Seestadthalle in Haltern

    Sporthalle in Haltern wird zum Museumszelt mit Regelungstechnik von Priva

    Für die Ausstellung "Imperium" - ein Schaufenster in die Römerzeit in Westfalen vom 16. Mai bis 11. Oktober 2009 - wurde die Seestadthalle in Haltern zum Museumszelt umgerüstet. Dabei sorgt die Regelungstechnik der Priva Building Intelligence GmbH nach dem Konzept des Ingenieurbüros TGE Markus Ernst und der Energie-Team-Megunorm GmbH & Co. KG (ETM) dafür, dass die rund 350 wertvollen Exponate aus internationalen Museen in konstantem Raumklima präsentiert werden. Eine besondere Herausforderung war der knappe Zeitrahmen von vier Wochen, der für die erforderlichen Installationen zur Verfügung stand.

    Um die antiken Exponate, darunter Leihgaben aus aller Welt, in einem klimatisierten Stoffzelt präsentieren zu können, setzt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Betreiber des LWL-Römermuseums auf Regelungstechnik von Priva. Für den Einsatz der Priva Lösung wurde von TGE und ETM ein einmaliges Konzept entwickelt: So umgibt ein Kälteschleier das Zelt aus speziellem Stoff, der einen Wärmeaustausch zwischen Außen und Innen ermöglicht - die Wärme wird nach außen abgegeben, während die Kälte nach unten fällt. So kann auch bei einer Außentemperatur von 36 Grad eine geforderte Innentemperatur von 24 Grad aufrechterhalten werden. "Dank des Engagements und Know-hows der beteiligten Firmen konnte eine herkömmliche Halle für Sportveranstaltungen mit einer Lüftungsanlage ohne Kühlfunktion in der äußerst knappen Installationszeit von vier Wochen zum Museumsort umgerüstet werden - ein wirklich einmaliges Projekt", berichtet Reinhard Löbbert, beim LWL zuständig für Technische Gebäudeausrüstung, Energie und Umwelt.

    Überzeugt hatte die Bauherren das regeltechnische Konzept von ETM, das selbst unter dem gegebenen Zeitdruck Kostensicherheit garantierte. Für die Konzepterstellung nutzte das Unternehmen das Programmierungstool TC Select von Priva, das neben der Steuerung der installierten Regelungstechnik auch eine Offline-Simulation der geplanten Regelstrategie vor den Auftraggebern ermöglicht. Heute steuert die Lösung eine zentrale Lüftungsanlage sowie den neu eingebauten Nachkühler im oberen Deckenbereich und das Kälteregister für den unteren Bereich. Dabei überzeugte laut Reinhard Löbbert auch die Bedienbarkeit: "Ein weiterer Vorteil ist die einfach zu handhabende Oberfläche des Systems. So war der Techniker vor Ort innerhalb von zwei Stunden mit der Anlage vertraut, konnte die Regellungen selbständig vornehmen und die Anlage einstellen. Dass wir innerhalb kürzester Zeit adäquate Umgebungsbedingungen für die Exponate aus der Römerzeit schaffen konnten, ist schon ein Erfolg. Nun freuen wir uns weiterhin auf zahlreiche Besucher."